Theorie


Beim Fechten kommt fast die ganze Muskulatur eines Menschen zum Einsatz.

Armmuskeln: Für die Haltearbeit des Waffenarms, die Handgelenkstabilisierung sowie die Handmuskulatur in ihrem Ganzen. Kräftigung dieser Muskeln ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken für Stoßbewegungen, und Drehungen des Unterarms bei den verschiedenen "Einladungen".

Rumpfmuskeln: Die Rumpfmuskulatur unterstützt einerseits die Angriffsbewegung - vor allem die Bauchmuskulatur ist daran beteiligt - andererseits ermöglicht sie schnelle Ausweichmanöver in der Defensive.

Beinmuskeln: Der explosive Ausfall stellt die charakteristische Beinbewegung des Fechters dar, da jeder Angriff mit Ihm abschließt. Weil "jeder ficht, wie er ausfällt", kommt der Muskulatur der Hüfte, und des ganzen Beines eine dominierende Rolle zu.

Die Beschleunigungsarbeit, die der Fechter im Moment des Ausfalls leistet, kann in Ihrer Bedeutung in etwa mit dem leichtathletischen Start verglichen werden: Ein guter Start ist für den Sprinter bereits ein halber Sieg, für den Fechter jedoch der Sieg, da die zu überwindende Entfernung wesentlich geringer ist.

"Sportanatomie" 9. Überarbeitete Auflage J. Weineck, Erlangen
Verlag PERIMED-spitta, Medizinische Verlagsgesellschaft mbH, Balingen